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Testbericht JEEP Renegade

Jeep Renegade

Geht es Ihnen auch so? Die meisten Fahrzeuge des boomenden SUV-Segmentes sehen sich von vorne oft sehr ähnlich. Mit ihrer rund designten Eiform, sind sie auch von hinten meist nur durch das Markenzeichen sicher zu unterscheiden. Individualisten kommen hier klar zu kurz.

Schriftzug RenegadeDer JEEP Renegade ist jedoch anders.
Eine bullige Front, die nicht nur eingefleischten JEEP Fans gefallen dürfte und ein kantiges Heck, dass sofort Wiedererkennung garantiert.
Und ...er hat „Köpfchen“ sprich, technische Ausstattung und Fahrhilfen vom Feinsten. Man steigt ein und fühlt sich in dem, mit Details liebevoll ausgestatteten Fahrzeug, auf Anhieb wohl. Wobei das natürlich immer Geschmackssache ist. Unsere Tester waren jedenfalls angenehm erfreut.

Bildergalerie

Der von uns getestete Limited mit 2.0 Mjet Dieselmotor bietet schon bei 1.100 bis 1.300 Umdrehungen richtigen Schub an. Mit 350 Nm bei 1.750 Umdrehungen kann er auch ordentlich was wegziehen. Pferdeanhänger oder geräumiger Wohnwagen? Kein Problem!
Unser Verbrauch lag, je nach Streckenabschnitt und Fahrweise, bei 6,3 Liter/100km bis 7,3 Liter/100 km.

Die verbaute ZF-Neungangautomatik schaltet mit „Samtzahnrädchen“ und verursacht auch bei Überholvorgängen mit durchgetretenem Gaspedal kein allzu ruppiges Verhalten des Wagens.

Das Fahrwerk bildet mit dem Motor eine gelungene Einheit. Die Federung ist für ein geländegängiges Fahrzeug absolut langstreckentauglich und komfortabel.

Auf der Landstraße merkt man 100 km/h nicht wirklich und auch auf der Autobahn waren unsere Tester von der angenehmen Laufruhe des Geländewagens positiv überrascht.

Das schicke „Kleid“ des Renegade stammt aus der Produktionsstätte Melfi in Italien (JEEP Freunde gewöhnen sich schwer daran) aber die Lenkung ist erfreulich amerikanisch geblieben. Einfach mit dem kleinen Finger einparken!
Die Ladekante ist, bedingt durch die Geländegängigkeit, relativ hoch. Die Kopf-und Beinfreiheit auf der Rückbank, ist als gut zu bezeichnen (Mann, 1,82 m). Der Kofferraum lässt sich von 350 bis auf 1.300 Liter problemlos variieren.
Die wuchtigen A-Säulen sind allerdings gewöhnungsbedürftig. Einerseits fühlt man sich heimelig und geschützt, andererseits muss man schon mal drum herum schauen, um nichts zu übersehen. Alles hat eben vor und Nachteile. Ebenso ist es beim Preis. Für die gute Ausstattung, darf man schon 28 -30.000 € anlegen.

Jeep Renegade

Da wir bei unseren Tests immer einen technischen Redakteur dabei haben, aber hauptsächlich gemäß unserem Motto „von Verbrauchern für Verbraucher“ testen, übergibt Markus Beelko jetzt mal das Fahrzeug an unsere Grafikleiterin Regina Püst. Grafisch und designtechnisch ein ASS, fahrzeugtechnisch eine Fahrerin wie Du und Ich.

Sie hat den JEEP Renegade wie folgt erlebt:

Herrlich individualistisch. Bullig. Manchmal zu viel „Köpfchen“. Ich musste mich an die reichlichen Einstellmöglichkeiten gewöhnen. War das geschehen, vermisste ich sie dann auch schnell in meinem jetzigen Fahrzeug! Für mich vor allem ein prima Reisefahrzeug.

Design
Ein echter „Typ“! Man fällt in jedem Fall auf.

Elektronischer Schlüssel
Einfach einsteigen ohne Schlüssel, empfand ich als praktisch. Dafür stand ich dann am Ende der Autofahrt vor dem Wagen und habe nach dem Schlüssel gekramt.... Neue Technik will gewohnt sein. Danach ist sie aber schnell „unentbehrlich“.

Stop-Start-System
Startknopf drücken und losfahren. Einfache Sache, hat man sich, auch hier, erst mal daran gewöhnt immer vorher das Bremspedal zu treten.

Innen und Seitenspiegel bequem einstellen oder ganz umklappen per Tasten. Super praktisch.

Automatisches Außenlicht per Dämmerungssensor
Passt sich den Lichtverhältnissen prima an. Abblendlicht, Fernlicht... jedes entgegenkommende oder auch vorausfahrende Auto wird sofort erkannt und das Fernlicht gegebenenfalls abgeschaltet. Das hat mir sehr gut gefallen. Es machte für mich die Nachtfahrt über die Dörfer und auf unbekannten Straßen, viel übersichtlicher und entspannter.

Automatischer Scheibenwischer per Regensensor
Funktioniert perfekt. Noch ein Punkt, der die Fahrt vereinfacht und wirklich praktisch ist.

Klimaanlage mit Temperaturanzeige für Fahrer- und Beifahrerseite
Entweder synchron oder getrennt einstellbar, wenn es dem Beifahrer zu warm wird.

Display/ Bordinstrumente
Sehr übersichtlich auf der Fahrerseite. Die große Anzeige für Geschwindigkeit lässt den Blick entspannen. Die Anzeige für Navigation zeigt präzise und klar wann und wo ich abbiegen muss. Sehr hilfreich und komfortabel.

Ein- und ausparken mit Parkhilfe (Warnsignal) kein Problem. Allerdings habe ich die Parkhilfe nur für das Rückwärts-Ausparken benutzt. Insgesamt empfand ich den Jeep als recht wendig. Es gab keinerlei Probleme beim Ein- und Ausparken, obwohl der JEEP-Renegade auf mich einen sehr bulligen Eindruck macht.

Lanesense-System (Kamera an der Windschutzscheibe, um die Begrenzungslinien der Fahrbahn zu erkennen)
Gibt dem Fahrer ein Impuls durch das Lenkrad, wenn das Fahrzeug nicht mittig fährt. Auch das habe ich ausprobiert. Auf längeren Autobahnfahrten macht es bestimmt Sinn, wenn z.B. die Konzentration nachlässt. Allerdings im Baustellen Bereich, wenn die Spur zu schmal wird, bekomme ich ständig Impulse vom Lenkrad. Das verunsichert dann eher als das es hilft. Außerdem ist im Display für den Fahrer in der oberen linken Ecke ein Symbol abgebildet das sich jeweils grün oder rot färbt, wenn man mittig oder eben zu dicht am Rand fährt. Ich finde auch dieses Feature lenkt mehr ab als es hilft.

Automatik, Motor schaltet sich aus bei längerer Betätigung der Bremse. Das mag spritsparend sein, aber ich empfand das manchmal als störend. Springt der Motor wieder an und man hat die Lenkung schon eingeschlagen, geht noch ein kleiner Ruck durch das Lenkrad. Besonders beim Abbiegen oder Einfädeln würde ich empfehlen, die Automatik einfach abzuschalten (Knopf gut sichtbar). Im Stadtverkehr mag es zeitweise sinnvoll sein, diese Funktion zu nutzen.

Mediaanlage, Navi, Radio, Telefon
Ein Super-Sound, satte Bässe, übersichtliche Bedienung. Man hat problemlos Anschlüsse für den MP3 Player oder das Handy. Die Funktionen von meinem iPod wurden durch die Mediaanlage richtig gut zur Geltung gebracht. Eine übersichtliche Auflistung von Titel, Album, Genre usw. Für Musikfreunde ein großer Spaß. Auch mein Beifahrer war davon restlos begeistert.

Ohne ein Handbuch zu bemühen, konnte ich intuitiv mit der Navigation umgehen oder mein Handy per Bluetooth mit der Anlage koppeln.

Sitzkomfort und Verbrauch
Man sitzt komfortabel und trotzdem sehr sportlich. Die für den Fahrer optimale Sitzposition kann durch viele Einstellungsmöglichkeiten bestens erreicht werden.
Für meine rund 500km lange Strecke hat der Jeep im Mix ca. 32 Liter Diesel verbraucht, also etwa 6,4l pro 100km.

Testkoordination: Markus Beelko, Regina Püst
Testbericht: Udo von Waldowski

testmarke jeep renegade Unser Fazit: Qualität / Nutzen „sehr gut“

Der JEEP Renegade in der getesteten Limited Ausführung lässt eigentlich keine Wünsche offen. Außer der verbrauchertypischen Frage: Geht es noch etwas günstiger?
Wer sich aus dem Einerlei des SUV Bereiches abheben möchte, ein feines Reisefahrzeug sucht, dass einen auch am Sandstrand oder an einer schwierigen Alpenroute nicht im Stich lässt, ...bittesehr. Ein prima Motörchen, viele technische Highlights und eine geniale 9-Gang Automatik, lassen trotzdem nicht den Verbrauch ins Unermessliche steigen. Der Renegade macht einfach Spaß.

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